Zu zweit träumen
Veröffentlicht in 8. Mai 2014 Hinterlasse einen Kommentar
Wenn Träume sich verdoppeln
dann finden sich zwei Seelen
–
Sie schweben gemeinsam in den Wolken
und sind untrennbar verbunden
–
Sie gehen den gleichen Weg
Hand in Hand im Gleichschritt
–
Verfolgen unbeirrt das gleiche Ziel
und wollen sich nie mehr trennen
–
Es ist schön zu zweit zu träumen
davon, dass der Traum Realität bleibt
Heute Nacht träume ich… (3)
Veröffentlicht in 6. Mai 2014 3 Kommentare

… davon, wie es sein wird, wenn alle meine vielen bruchstückhaften Träume am Ende ein grosses und sinnvolles Ganzes ergeben. Dann wird sich jeder einzelne Traum gelohnt haben, weil er mich zum Ziel gebracht hat und ich voller Zufriedenheit auf das Bild blicken kann, das mein Leben gezeichnet hat.
Der Zweifel
Veröffentlicht in 4. Mai 2014 2 Kommentare
Wie das wohl wäre?
frage ich mich
ein Leben ohne Zweifel
zufrieden mit sich
–
Glücklich mit allem
weil gut gut genug ist
und nichts daran rüttelt
kein Streit und kein Zwist
–
Ob das wohl möglich ist?
das frage ich mich
und mit dem Zweifel im Nacken
schaue ich traurig auf dich
–
Ich kann ihn nicht abschütteln
er klebt an mir fest
was soll ich nur machen?
für unsere Liebe ein Test
–
Der Zweifel zerstört uns
ich wünsch ihn mir weg
doch es lässt sich nicht ändern
er hat seinen Zweck
Warten
Veröffentlicht in 3. Mai 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Manchmal heisst es warten –
Darauf,
dass das Leben zurückkommt.
–
Zusammen mit dem Wasser,
wenn die Ebbe zu Ende geht,
und man endlich wieder
seiner Bestimmung folgen kann.
–
Bis dahin gilt es auszuhalten,
dass einem die Lebensgrundlage
einfach so entzogen wurde
und man auf dem Trockenen sitzt.
–
Zum Nichtstun verdammt.
–
Da hilft nur
ein unerschütterlicher Glaube.
–
Daran,
dass die Flut wiederkommt –
Und mit ihr die Zeit,
um obenauf zu schwimmen.
Was sie schon immer sagen wollte
Veröffentlicht in 1. Mai 2014 3 Kommentare
Ich möchte das lieber ohne dich machen, was du willst ist mir egal, ich will keine Kompromisse eingehen, ich will nicht nett sein, ich will keine Rücksicht nehmen, du kannst nicht über mich bestimmen, mach das doch selbst, ich habe keine Lust alles für dich zu machen, ich habe kein Verständnis für dich, ich bin mir selbst am wichtigsten und schaue zuerst, dass es mir gut geht, ich bin stolz so wie ich zu sein, du kannst mich mal, wenn dir das nicht passt, ich kann es sowieso nicht verstehen, wenn man mich nicht mag, mir ist egal, was andere über mich denken, du kannst froh sein, dass du mich hast, du kannst auch mal etwas für mich machen, jetzt bin ich dran, ich war zuerst, und ich kann machen und sagen, was ich will, wenn du ein Problem hast, ist das nicht mein Problem, sowieso sind deine Probleme nicht meine Probleme, geh mir damit nicht auf die Nerven, das interessiert mich alles nicht.
All diese Leute, die solche Dinge sagen (oder auch nur denken), die mag sie nicht. Denen würde sie gerne mal die Meinung geigen. Doch das tut sie natürlich nicht. Denn so wie die, so ist sie bestimmt nicht.
Eigentlich.
Bank der Träume
Veröffentlicht in 28. April 2014 2 Kommentare

Ausrangierte Träume zum Mitnehmen,
ausgelegt auf einer beliebigen Bank.
(Es könnte auch die bei dir um die Ecke sein)
Nicht allein, aber verloren liegen sie da
und bergen ihren Inhalt wie Schätze.
Für immer versteckt für all diejenigen,
die sich nicht auf die Suche machen,
um sie zu finden und zu retten,
sie zu lesen und in ihnen zu versinken,
ihre Geschichten zu träumen,
sie so zum Leben zu erwecken,
damit sie nicht sterben müssen,
wenn der nächste Regen kommt,
und all ihre Träume aufweicht,
durchnässt und verblassen lässt.
Also schnell! Mach dich auf,
die Bank deiner Träume zu finden,
um sie lesend wieder aufleben zu lassen.
Denn „sie“ –
die Träume, die Bücher und auch die Bank –
haben neues Leben bitter nötig!
Von der Rettung der Fantasie
Veröffentlicht in 27. April 2014 Hinterlasse einen Kommentar
Er liegt ausgestreckt auf der Wiese, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, und schaut hinauf in den Himmel. Die Zeit scheint stillzustehen, nur die Wolken ziehen vorbei. Plötzlich werden die Wolken zu Figuren, zu tollen Fantasiewesen, und fangen an zu leben. Er sieht unbekannte Gestalten, die er so noch nie gesehen hat. Sie ziehen an ihm vorüber und verändern sich ständig, und er wünschte sich, sie würden dableiben. Er würde sie gerne einfangen und sie konservieren, um damit die Zeit anzuhalten und die Fantasie ohne Zeitdruck regieren zu lassen. Aber das geht nicht, die Figuren verändern sich, und noch bevor er die eine richtig fassen konnte, entsteht bereits eine andere. Oder sie löst sich in Nichts auf. Das Nichts hält zum Glück nicht lange an, denn da kommt schon die nächste Wolke. So vertreibt er sich die Zeit und wünscht sich trotzdem, sie würde stillstehen. – Plötzlich bemerkt er ein bekanntes Gesicht, das ihn anlächelt und ihm Vertrauen schenkt. Diese liebevollen Augen, die ihm sagen, dass alles gut wird. Dass er nicht alleine ist, dass er einen Begleiter hat auf seinem manchmal schweren Weg. Jemand, der ihn trägt, und mit dem er durch die Lüfte der Fantasie jagen kann. Er kann es gar nicht glauben. Das Gesicht ist da, und es verändert sich nicht, eine ganze Weile lang starrt er es an. Plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da. Daran, wie er gekämpft und gelitten hat, wie er sich gefürchtet hat, wie er das Nichts im Nacken spürte und wie er geflogen ist über die Täler, über die Berge und über die Landschaften, die zum Teil schon fast ganz zerstört waren. Er erinnert sich, wie er geliebt hat und wie er es geschafft hat, die Fantasie zu retten. Er war Bastian. Nein, er ist Bastian. Noch immer. Mit einer unendlichen Dankbarkeit blickt er noch einmal in den Himmel. „Danke, Fuchur!“, sagt er. Doch so versunken, wie er in seine Träumen war, hat er gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen ist. Fuchur ist nicht mehr da. Jedenfalls nicht mehr dort oben am Himmel. Und trotzdem ist dort jetzt nicht das Nichts. Und trotzdem wünscht er sich jetzt nicht, dass die Zeit stehengeblieben wäre. Denn er weiss, wo er seinen treuen Begleiter immer wieder findet. Er weiss: Fuchur ist vom Himmel in sein Herz weitergezogen.
Weisser Horizont
Veröffentlicht in 21. April 2014 4 Kommentare

Friedlich liegt er da
und lässt Luft zum Träumen
macht uneigennützig Platz
für die Farben der Fantasie
die in der Luft schwirren
und sich im Wasser spiegeln
um den Anker des Kahns herum
der Sicherheit bietet
falls man sie braucht
wie die blaue Tinte
auf dem weissen Blatt Papier


















