Meine Gedanken

Meine Gedanken

drehen

wirbeln

kreisen

ununterbrochen

um dich

um uns

um mich

mit dir

oder

ohne dich

jetzt –

und dann

irgendwann?

12 Comments on “Meine Gedanken”

      • Hängt wohl der der Seite des Betrachters ab.
        Und davon, was die Interpretation dieses Gedichtes angeht.
        Wenn es um Beziehungen zwischen Menschen geht, ist es von der Betrachtungsweise des Schreibers wohl eher negativ zusehen, weil beim Leser / der Person, zu der eine Beziehung aufgebaut werden sollte, keine Drehung / Beziehungsaufbau stattfindet…

      • Ja, das müsste ich dann wohl als negative Kritik verstehen, weil das Gedicht den Leser nicht berührt. Interessanterweise empfinde ich es nicht als negativ, denn man kann das Gedicht auch so interpretieren, dass bereits eine Beziehung da war, die aber möglicherweise zu Ende geht… wenn sich dann eben nichts (mehr) bei der anderen Person dreht, dann ist die Beziehung von der Seite einfach bereits beendet und das ist im Sinne des Gedichts konsequent..

  1. Klärung ?

    Kleist hätte sich, vor rund zweihundert Jahren, kaum denken können, was heute ‚klären‘ kann.

    Man redet frei mit dem PC, spielt mit dem Wort, verschiebt es hin und her, bis man es eingebunden sich und andern überlässt. Verfertigt stehen sie, die Gedanken.
    Ob dafür klarer als damals nach einem Gespräch? 🙂

    • Im Übrigen glaube ich mich daran zu erinnern, dass Kleist im Marionettentheater die Klarheit der Gedanken nicht unbedingt als positiv dargestellt hat…

      • Q.e.d. 😉 Und wenn wir schon bei Kleist sind: E.T.A. Hoffmanns „Prinzessin Brambilla“ führt dem Leser in eindrücklicher Weise vor, was wir hier diskutieren: „Der Gedanke zerstört die Anschauung“!

  2. “Der Gedanke zerstört die Anschauung”!
    Linguistik oder Philosophie? – wäre bestimmt ein Vorlesungsthema für ein Semester.
    Ob es danach geklärt wäre? 🙂

    • Das ist romantische Literatur mit der romantischen Ironie – da hebt sich sowieso alles wieder auf und am Schluss ist nichts mehr klar 😉 Hier der Link: http://gutenberg.spiegel.de/buch/3105/1
      Falls das Thema auf grosses Interesse stösst: Ich habe darüber meine Diplomarbeit geschrieben, die kann ich per Mail als PDF schicken 🙂

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